Öffnungszeiten
Sommer: 9–17 Uhr
Winter: 10–16 Uhr
(Jan+Dez geschlossen)
Einlass bis 1 Std. vor Schließung
Eintritt
Nur Barzahlung
Keine Kartenzahlung möglich
Gruppen
Führungen auch in Deutsch, Englisch und Französisch.
Bitte Gruppen vorab anmelden.
Gut zu wissen
Es herrschen genzjährig Temperaturen von 10-14 °C. Warme Kleidung wird empfohlen.
Willkommen unter dem Schlossberg
Die Homburger
Schlossberghöhlen
Unterhalb der Ruinen der Festung Homburg auf dem Schlossberg liegen Europas größte Buntsandsteinhöhlen. Geheimnisvolle Gänge, von Menschen geschaffen, führen die Besucher in imposante Kuppelhallen, die aufgrund der gelben und roten Färbung des Sandsteins einen besonderen Reiz ausüben.
Möglicherweise dienten die ersten in den Schlossberg gegrabenen Gänge der mittelalterlichen Hohenburg, die der Stadt ihren Namen gab, zur Verteidigung. Nach dem Tod des letzten Grafen von Homburg im Jahr 1449 fielen die mittelalterliche Burganlage und die Stadt an die Grafen von Nassau-Saarbrücken. In der Reunionszeit, der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, ließ der französische König Ludwig XIV. durch seinen Festungsbaumeister Sébastien Le Prêstre de Vauban das vom Haus Nassau-Saarbrücken umgestaltete Schloss und die Stadt zu einer modernen Festung ausbauen. Die Festungsanlagen wurden 1697 und 1714 geschleift.
Vermutlich ab Mitte des 17. Jahrhunderts wurde damit begonnen, im Schlossberg gezielt Quarzsand untertägig abzubauen, der wahrscheinlich zur Glasherstellung genutzt wurde. Nach der französischen Zeit erfolgte der Abbau nur noch zeitweilig, um Scheuersand zu Reinigungszwecken sowie Formsand für die Eisenindustrie in geringem Umfang zu gewinnen.
Nachdem die Höhlen für einige Zeit in Vergessenheit gerieten, wurde der heutige Eingang in den 30iger Jahren des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt. Im Zweiten Weltkrieg (vor allem 1944-1945) fand die Homburger Bevölkerung in den Höhlen Schutz vor Fliegerangriffen.
An die Sandsteinhöhlen schließt sich ein ebenfalls beeindruckender Bunkerbereich an, der Anfang der 50iger Jahre für die damalige Regierung des Saargebiets angelegt wurde.
Neben ihrer wechselhaften Geschichte bieten die Schlossberghöhlen auch einen einzigartigen Einblick in die Entstehungszeit des Buntsandsteins vor rund 250 Millionen Jahren, kurz nach der einschneidenden Zeitenwende vom Perm zur Trias. Der heutige Standort lag damals inmitten eines europaweiten Wüstengebietes.
Die Höhlen ziehen sich durch Reste ehemaliger Sanddünen. Dazwischen liegen rotgefärbte Schwemmsandablagerungen. Sie enthalten vielfach auffällige Wellenmuster, versteinerte Rippelmarken, die im sandigen Untergrund flacher Wüstenseen entstanden sind. Und an manchen Stellen lassen sich auch Fußspuren kleiner Echsen entdecken, die in dieser Wüstenlandschaft lebten.
Die Schlossberghöhlen wurden in jüngster Vergangenheit mit großzügiger Unterstützung des Wirtschaftsministeriums aufwändig saniert. Die neu entstandenen Sicherheitseinrichtungen aus Beton und Stahl bieten in den Höhlen nicht nur den bestmöglichen Schutz, sie sind ihrerseits sehenswerte Bestandteile dieses einzigartigen Besuchserlebnisses.
Aktuelles
Schatzsuche in den
Schlossberghöhlen
Begebt euch auf eine spannende Schatzsuche durch die Schlossberghöhlen! Gemeinsam löst ihr kleine Rätsel, beantwortet Mitmachfragen und folgt den Spuren bis zum versteckten Schatz. Dabei stehen Spaß, Entdecken und das gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt.
Die Schatzsuche eignet sich für Kinder ab 4 Jahren und wird von einem Guide begleitet.
Das erwartet euch:
- 🗝️ Spannende Schatzsuche durch die Höhlen
- 📦 Kleine Schatzkiste mit Mitmach- und Rätselaufgaben
- 💎 Ein kleiner Schatz zum Mitnehmen
- 👨👩👧👦 Begleitung durch einen Guide
Preis:
9,00 € pro Kind (inklusive Guide)
Da wir die Schatzsuche nur einmal täglich durchführen und die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.
Getränke und kleine Erfrischungen sind am Höhleneingang (Kiosk) erhältlich.
Freut euch auf ein spannendes Abenteuer voller Rätsel, Entdeckungen und leuchtender Kinderaugen
Interaktiv entdecken
Erkunden Sie die Schlossberghöhlen
Orientieren Sie sich auf unserer interaktiven Höhlenkarte und entdecken Sie die wichtigsten Stationen des Rundgangs. Klicken Sie einfach auf die markierten Punkte, um spannende Informationen zu den einzelnen Bereichen und Besonderheiten der Schlossberghöhlen zu erhalten.
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Sehr geehrte Gäste, beim Höhlenbesuch sind folgende Sicherheitsvorschriften zu beachten! Das Tragen eines Helmes ist Pflicht! Die Notleuchten darauf, dürfen nur (!) im Notfall benutzt werden (Batteriereserve)! Berühren Sie keine Decken und Wände! Verlassen Sie nicht die Wege! Über das Notrufsystem erreichen Sie: Erste Hilfe & Feuerwehr Filmen und Fotografieren ist erlaubt. Bitte folgen Sie dem Rundweg (Station 1-11) Informationen dazu, finden Sie in diesem Plan.
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Bei den Schlossberghöhlen handelt es sich um eine mittelalterliche Sandmine, also ein von Menschenhand geschaffenes Tunnelsystem. Der sehr quarzhaltige Sand konnte gut für die Glasherstellung, als Formsand (Eisenguß) und als Scheuersand genutzt werden. Während der französischen Besatzungszeit (1679-1714) wurden die Höhlen weiter ausgebaut und als Magazin verwendet. Ein Beschwerdebrief eines Offiziers beschreibt jedoch, dass die hohe Luftfeuchtigkeit (80-100 %) nicht geeignet war, Vorräte wie Schießpulver und Lebensmittel zu lagern.
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Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Homburg stark angegriffen. Teile der Homburger Bevölkerung flohen vor den Luftangriffen in die Höhlen. Zeitzeugen berichten von mehreren Tausend Personen, die teilweise über Wochen in den Höhlen Zuflucht fanden.
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Das Modell zeigt den Zustand des Schlossbergs und der alten Stadt Homburg etwa im Jahr 1697 zur Zeit Ludwigs XIV. Gut zu erkennen ist die bastionierte Bauweise Vaubans. (siehe auch Rundgang: Festung Homburg)
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Zwischen 2003 und 2007 wurden die Schlossberghöhlen gesichert. Zum Einsatz kam hierbei modernste Bergbautechnik. Es wurde dabei ein Betrag von ca. 3 Mio. Euro mit Unterstützung des Saarlandes investiert.
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Die Höhlen ermöglichen einen einzigartigen Einblick in die Schlossbergschichten des unteren Buntsandsteins. Vor etwa 250 Millionen Jahren in der frühen Trias-Zeit lag dieser Ort vermutlich im Bereich einer Wüstensenke. Die mächtigen gelben Sandlagen entstammen Dünen, erkennbar an ihrer inneren Schrägschichtung. Die rot gebänderten, horizontalen Schichten entstanden unter geringer zeitweiliger Wasserbedeckung, zu sehen an Wellenrippeln, Trockenrissen und Tierfährten. Da sich das Gebiet zur damaligen Zeit immer wieder weiträumig absenkte, blieben die wechselnden Schichten übereinander erhalten.
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Von hier aus erreichen Sie die oberen Ebenen (11+12) der Schlossberghöhlen. Der Gang wurde wahrscheinlich als „Flur” während der frz. Besatzungszeit (1679-1714) angelegt. Bitte beachten Sie auch weiterhin alle SICHERHEITSVORSCHRIFTEN!! In der 12. Ebene befindet sich ein weiterer NOTAUSGANG.
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Zur Entstehungszeit des Sandsteins gab es noch keine Großsaurier. Die damals lebenden Tiere hinterließen Fußspuren, die wir heute noch als negativen Abdruck von unten an der Decke sehen können. Das Besondere dabei ist, dass die Spuren überhaupt konserviert wurden und bis heute erhalten geblieben sind.
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Der Thronsaal ist der größte Saal der Höhlen. Er liegt 47 m unter dem Schlossberghotel. Die Namensgebung stammt aus den 1960er Jahren, als in den Höhlen regelmäßig Höhlenfeste gefeiert wurden. Zu jedem dieser Feste gab es eine „Höhlenkönigin”, welche hier im Thronsaal saß...
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Hier sehen Sie die maximalen Ausläufer der Höhlen. Ein Schacht mündet 30 m tiefer in die unterste Ebene auf Stadtniveau, in den früheren Fassbierkeller der Karlsberg-Brauerei. Sie spüren dort auch die Luftzirkulation durch die Höhlengänge. Ein zweiter Schacht führt 30 m nach oben in das Kellergeschoss des Schlossberghotels.
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Sie befinden sich nun im modernen Teil der Höhlen. Diese Luftschutzanlage wurde von 1952 - 1955 in zum Teil bestehende frühere Höhlengänge eingebaut. Die Anlage sollte ursprünglich als Regierungsbunker der damaligen Regierung unter Johannes Hoffmann dienen. Die Bautätigkeiten wurden jedoch eingestellt, da das Saarland ab 1957 wieder an die Bundesrepublik angegliedert wurde. Hier endet der Rundgang und Sie gelangen wieder zum Ausgangspunkt des Rundweges. Vielen Dank für Ihren Besuch!
Besuch planen
Alles auf einen Blick
Planen Sie Ihren Besuch ganz einfach – hier finden Sie Öffnungszeiten, Eintrittspreise und alle wichtigen Informationen für Ihren Rundgang.
Öffnungszeiten
Sommer: 9–17 Uhr
Winter: 10–16 Uhr
Dez. & Jan. geschlossen
Letzter Einlass bis 1 Stunde vor Schließung
Eintritt
Erwachsene 7,00 €
Ermäßigt 5,00 €
Familien 17,00 €
Kinder unter 6 Jahren sind kostenlos
Gruppen
ab 10 Personen (nur mit Voranmeldung)
Erwachsene 6,50 €
Ermäßigt 4,50 €
Führung 25,00 €
Kombiticket
mit Römermuseum Schwarzenacker
Erwachsene 10,00 €
Ermäßigt 7,00 €
Familienticket 25,00 €
Jahreskarte
Erwachsene 30,00 €
Ermäßigt 20,00 €
Jahreskarten sind nicht übertragbar
Gut zu wissen
Gruppen bitte voranmelden unter: 06841 - 2064. Informationen sind neben Deutsch auch in Englisch und Französisch vorhanden. In den Höhlen herrscht eine konstante Temperatur von ca. 10° C und eine Luftfeuchtigkeit von ca. 80 – 100 %. Bitte achten Sie auf geeignete Kleidung.
Dauer der Tour: ca. 40 – 50 Minuten (800 m).
Hunde sind erlaubt.
Bereit für Ihren Besuch?
Die Schlossberghöhlen warten auf Sie.
Ihr Besuch
Kontakt & Anfahrt
Ob mit dem Auto oder zu Fuß – die Schlossberghöhlen erreichen Sie auf verschiedenen Wegen. Bei Fragen oder für Gruppenanmeldungen helfen wir Ihnen gerne weiter.
Fragen zu Ihrem Besuch?
Ob Gruppenführung, Öffnungszeiten oder allgemeine Informationen – wir helfen Ihnen gerne weiter.
So erreichen Sie uns
Mit dem Auto
Schlossberg-Höhen-Straße 1
66424 Homburg
Kostenlose Parkplätze am Schlossberg vorhanden.
Google Maps Plus Code: 88CV+28 Homburg
Vom Schlossberg
Direkt vom Parkplatz über den Treppenweg.
Ca. 130 Stufen
Stufenloser Zugang
Fußweg vom Spitzkehrenparkplatz.
Ca. 800 Meter
Google Maps Plus Code: 89F3+34C Homburg
Über den Historischen Marktplatz
Aufstieg über die Straße „Zu den Höhlen“
Ca. 140 Stufen
